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Schozachtalnarren e.V.

1999 entstand die Idee zu der Figur Rewä-Hex in Donnbronn, eine Zunft zur Pflege des fastnächtlichen Brauchtums. Nach der Entstehung der Hexe mit Larve und Häs, wagten sich die ersten Rewä-Hex 2001 ganz nach dem schwäbisch alemannischen Brauchtum auf die Gassen.

Rewä ist der unterländische Direktname für Reben. Seit es Weinbau in Mitteleuropa gibt, zählt Donnbronn/Untergruppenbach zur einer ausgesprochen großen Weingegend der Region. Trauben oder vielmehr Weinreben gibt es schon weit länger als Menschen. Die Rebe ist eine der Urpflanzen, die noch heute existiert. Es gab wilde Reben bereits vor mehr als 130 Millionen Jahren. In den meisten Fällen waren Hexen alte oder alleinlebende Frauen, insbesondere Hebammen und Kräuterweiber, sowie Menschen die fremd erschienen. Diese Ansatzpunkte, Wein sowie altes (Kräuter)Weib, also das Wissen um die Veredlung sowie Herstellung des Weinberges. Diese unmenschlichen Prozesse an wissenden Frauen in der Unterländer Heimat inspirierte die Gründerin zu der Urfigur der Rewä-Hex.

Zur Zeit der Gründung der Hungerberg in Donnbronn umgelegt wurde und hauptsächlich die Rebsorte Acolon angelegt werden sollte, entschied man sich, dies als unsere Symbolfigur, die von Anfang an ein fester Bestandteil unseres Vereins ist.

Der Acolon ist eine Rotweinsorte, die von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Wein- und Obstbau in Weinsberg, aus den Rebsorten Lemberger und Dornfelder kreuzt.


Zum Jubiläum der Gemeinde Untergruppenbach im Jahr 2009 wurde der Weingarthüter ein Rebmann der dazugewonnen. Er ist nicht nur ein fester Bestandteil unserer Dorfgeschichte, sondern auch unserer Zunft.

 

Er ist ein Mann, der den Eid der Weingarthüter, Kelterer und Zehender (eingetragen im Dorfbrauchbuch von 1560) geleistet hatte. Den Weingarthüter finden wir in einem Magistratprotokoll wieder, indem er vor dem Dorfgericht stand, weil er Zitat:

 „Bei Vornahme des herrschaftlichen Gefäll, sich erfrechte mit offener Pfeife unter der Kelter zu rauchen und sein Haupt vor dem Cameralbeamten bedeckt ließ".

Mit dem Weingarthüter können wir das Thema unserer Region, den Wein und eine Figur aus unserer Dorfgeschichte gut miteinander verbinden. 

LWK-Nummer 178
BDK-Nummer 6991
Stadt Obersulm
Gründungsjahr 1999

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