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Kienholzweib

Historie

Während die Beerlesklopfer sich auf das Sammeln und Verklopfen der Marmelade in den umgebenden Gebieten profilierten, machten sich die Kienholzweiber daran: Kienhölzer herzustellen, um sie dann bis nach Stuttgart zu verkaufen, aus den Wacholderbeeren Marmelade zu kochen, die die Männer dann “verklopfen” konnten, aus den Wacholderbeeren gepressten und eingedickten Saft herzustellen, der als Medizin Wunder wirken soll. Der Wacholder galt seit Urzeiten als geschätzte Zauber- und Heilpflanze, als Spender von Leben und Gesundheit. über der Haustür oder im Stall aufgehängt, sollte er - so glaubten schon die alten Germanen - Mensch und Tier vor Teufeln, Hexen, Geistern, Diebstahl, Zauberei und Giftschlangen bewahren sowie verhexte Gegenstände entzaubern. Die Kienhölzer waren in dieser Zeit, als Anzündholz, genauso geschätzt und wurden deswegen auch von den reichen Stuttgartern gerne gekauft.

Häsbeschreibung

Das Häs des Kienholzweibes besteht im Einzelnen wie folgt: der offiziellen Scheme der Narrenzunft “Beerlesklopfer” (Kienholzweib) mit grünem Kopftuch und Rosshaaren, welche seitlich zu einem Zopf geflochten sind und mit einem grünen Band zusammengehalten werden. Die Farbe der Haare ist hierbei variabel. beigefarbener Bluse, auf die von jedem Mitglied selbst Wacholderzweige und -beeren gemalt sind. Das Oberteil ist vorne durchgehend geöffnet und zum Schliessen mit Holzknöpfen versehen. grünem Halstuch grüner Rock - knöchellang braune Schürze gestrickte Stulpen oder Strümpfe in den Farben des Häsmützles dunkelbraunen Wander- oder Bergsteigerstiefeln braunen Handschuhen Korb mit “Kienhölzern” (kleine Spächtele / Anzündhölzer) Entsprechend zur Geschichte des “Kienholzweibes” ist die Maske (Scheme) gestaltet: Die Scheme ist aus Lindenholz geschnitzt und besitzt auffallend faltige Gesichtszüge sowie Knollennase, Pausbäckchen, “Damenbart”, dichten Augenbrauen